Betriebswirt und Rechtsanwalt Dirk Hammes, namensgebender Gründungspartner der überwiegend in der Insolvenzverwaltung tätigen Kanzlei hammes. Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Jens Mansfeld und weitere Mitarbeiter der Duisburger Kanzlei sind Protagonisten des WDR-Beitrags „Unverschuldet pleite? – Wie ein Gesetz gesunde Betriebe ruiniert“.

Das WDR-Fernsehen zeigt den Beitrag aus der Reihe „die story“ am Mittwoch, 8. Februar, um 22.10 Uhr und befasst sich dabei mit Paragraf 133 der Insolvenzordnung (InsO) – der Insolvenzanfechtung. Kurz gesagt regelt dieser Paragraf, dass ein Insolvenzverwalter im Rahmen des Insolvenzverfahrens von Unternehmen Geld unter gewissen Voraussetzungen zurückfordern darf, das diese vom von der Insolvenz betroffenen Betrieb zuvor für ihre Leistungen erhalten haben. „Diese Regelung wird immer dann angewendet, wenn der Verdacht besteht, dass die Unternehmer das Geld erhalten haben, obwohl sie bereits von der Insolvenzreife wussten. Damit wird die Insolvenzmasse erhöht, um der Hauptanforderung der Insolvenzordnung gerecht zu werden, nämlich der bestmöglichen Befriedigung aller Gläubiger“, sagt Dirk Hammes.

Schließlich komme es immer wieder vor, dass Schuldner bevorzugt ihre „liebsten und ihre lästigsten Gläubiger“ befriedigten und damit Masse dem Zugriff der übrigen Schuldner entziehe, stellt Dirk Hammes heraus. Der Insolvenzverwalter habe keinen wie auch immer gearteten Ermessensspielraum, um Paragraf 133 auszulegen.

Gleichzeitig betont Rechtsanwalt Jens Mansfeld, dass eine Insolvenzanfechtung immer einer sehr detaillierten Untersuchung bedürfe. „Ein leichtfertiger Umgang mit dem Paragrafen ist nicht geboten. Wir ermitteln genau, ob eine Insolvenzanfechtung möglich beziehungsweise sinnvoll ist.“

Den WDR-Beitrag „Unverschuldet pleite? – Wie ein Gesetz gesunde Betriebe ruiniert“ können Sie sich unter www1.wdr.de/fernsehen/die-story/sendungen/unverschuldet-pleite-100.html anschauen. hammes. Insolvenzverwalter ist zwischen Minute 05:21 und 07:18 sowie zwischen Minute 23:43 und 25:22 zu sehen.