Der Duisburger Rechtsanwalt und Betriebswirt Dirk Hammes ist in eine der aufsehenerregendsten Kriminalinsolvenzen der vergangenen Jahre als Insolvenzverwalter involviert. Seit Anfang 2014 ist der Gründer und namensgebende Partner der überwiegend in der Insolvenzverwaltung tätigen Kanzlei hammes. mit der Insolvenzverwaltung der RMM Metallhandel GmbH aus Mülheim an der Ruhr betraut. „Bei den strafrechtlichen Implikationen dieser Insolvenz geht es um vorsätzliche Taten, die dann zu Schäden in einer Größenordnung von mehr als 100 Millionen Euro für die Gläubiger geführt haben. Die Beteiligten wurden mittlerweile zu zum Teil mehrjährigen Haftstrafen verurteilt“, sagt Dirk Hammes.

Dieser öffentlichkeitswirksame Vorgang hat– vor dem Hintergrund der mutmaßlichen Verstrickung eines prominenten Kopfes aus dem politischen Raum – Dirk Hammes jetzt in das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ gebracht. In dem Artikel „Die mildtätigen Zwecke“ beleuchten die Autoren einige Hintergründe der Insolvenz und gehen unter anderem Immobiliengeschäften im Dunstkreis des von der Insolvenz betroffenen Unternehmens und des mittlerweile verurteilten Geschäftsführer-Gesellschafters. Dabei sie stellen heraus, dass erst durch das Engagement des Duisburger Rechtsanwalts die kriminelle Ebene der Insolvenz überhaupt herausgekommen sei: „Der Insolvenzverwalter Dirk Hammes aus Duisburg stellte nicht einfach nur die Zahlungsunfähigkeit fest, verbunden mit einem Schaden, den er für die Gläubiger auf 150 bis 180 Millionen Euro schätzte. Hammes stieß auch auf Hinweise für einen Millionenbetrug. Offenbar hatte Hans-Joachim D. einer Privatbank Geschäfte vor- geschwindelt und ihr 14 Millionen Euro Kredit abgeschwatzt. Das Geld war weg. Hammes zeigte den Fall bei der Staatsanwaltschaft an, die erhob Anklage.“