Die insolvente IMS Maschinen- u. Anlagenbau u. Beteiligungs-GmbH aus Rees hat eine neue Eigentümerin. Rechtsanwalt Mark Steh aus der Kanzlei hammes. Insolvenzverwalter konnte alle Arbeitsplätze und die Produktion durch eine übertragende Sanierung erhalten.

Der Duisburger Rechtsanwalt Mark Steh aus der vornehmlich in der Insolvenzverwaltung tätigen Kanzlei hammes. hat durch eine übertragende Sanierung die Zukunft der der IMS Maschinen- u. Anlagenbau u. Beteiligungs-GmbH aus Rees gesichert. Die übrnehmende IMS-RITTER GmbH bietet weiterhin Produkte und Dienstleistungen an, um die Kaffeeverarbeitung so flexibel, effizient und verlässlich wie möglich zu machen. Dazu gehören Maschinen und Anlagen in der Rohkaffeeverarbeitung, insbesondere Röstmaschinen.

„Es ist uns gelungen, innerhalb einer kurzen Zeit eine tragfähige Lösung herzustellen, Produktion und Arbeitsplätze zu sichern und durch einen neuen Unternehmensträger eine Zukunft möglich zu machen. Bei der Übernahme durch die IMS-RITTER GmbH wurden alle Arbeitnehmer im Rahmen eines Betriebsübergangs übernommen, ebenso werden alle laufenden Projekte fertiggestellt“, sagt Mark Steh, der im vorläufigen Insolvenzverfahren auch mit mehreren Kunden des Unternehmens neue Verträge ausgehandelt hat, um eine Fortführung überhaupt erst zu ermöglichen. Die Mitarbeiter waren zunächst über durch den Insolvenzverwalter vorfinanzierte Insolvenzgeld abgesichert.

Neben strukturellen Schwierigkeiten im Unternehmen hat vor allem ein geplatzter Großauftrag zu den Zahlungsschwierigkeiten geführt. „Das Unternehmen ist für den Bau einer großen Anlage in Venezuela in Vorleistung gegangen. Aufgrund der politischen Situation im Land ist die Auftraggeberin aber nicht mehr in der Lage, die Komponenten, die seit mehr als einem Jahr im Hafen lagern, abzunehmen. Eine Zahlung für die Lieferung ist auch nicht erfolgt.“

Der Erwerber hat den früheren geschäftsführenden Gesellschafter Alwin Böing als Gechäftsführer gewinnen können, der über exzellente Branchenkenntnisse und -kontakte und umfangreiche Erfahrungen verfügt. „Das ist entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens und war maßgeblich für die Tragfähigkeit der übertragenden Sanierung. Wir freuen uns, dass wir mit den Parteien zügig Einigkeit erzielen konnte und die Produktion weiterläuft. Das ist wichtig für alle Beteiligten und erfüllt auch den wesentlichen Zweck des Insolvenzverfahrens, die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen.“

Mark Steh betont: „Die Sanierung eines Unternehmens ist immer unser vorrangiges Ziel, das wir häufig auch erreichen. Gerade eine Fortführung hilft den Gläubigern, langfristig weitere Geschäfte mit einem Unternehmen durchzuführen.“