Rechtsanwalt Dr. Dirk Hammes (hammes. Insolvenzverwalter GbR) hat die Autohaus Reinemann GmbH aus Geldern im eröffneten Insolvenzverfahren an die Autohaus Schnickers GmbH aus Moers übertragen.

Im Rahmen einer übertragenden Sanierung hat der Duisburger Rechtsanwalt Dr. Dirk Hammes aus der vornehmlich in der Insolvenzverwaltung tätigen Kanzlei hammes.Insolvenzverwalter GbR die Autohaus Reinemann GmbH aus Geldern an einen Investor übertragen. Erwerberin ist die Autohaus Schnickers GmbH aus Moers, die wie das Autohaus Reinemann mit Fahrzeugen der Marke Mazda handelt.

„Obwohl es zu Beginn nicht so aussah, dass der Betrieb fortführungsfähig sei, haben wir mit der Autohaus Schnickers GmbH nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine tragfähige Lösung gefunden, die auch die Gläubiger bestmöglich befriedigt“, berichtet der für seinen Sanierungs- und Fortführungswille bekannte Insolvenzverwalter Dr. Dirk Hammes. Er hatte jedoch alles dafür getan, den Geschäftsbetrieb auch im vorläufigen Insolvenzverfahren aufrecht zu erhalten. „Wir haben gleich nach Eröffnung zügig die weitere Belieferung des Werkstattbetriebes mit Ersatzteilen durch Mazda sichergestellt, Versorgungsunternehmen und Ersatzteillieferanten Kostendeckungszusagen erteilt und das Insolvenzgeld der 16 Arbeitnehmer und vier Auszubildenden für die Monate Mai bis Juli 2019 vorfinanziert“, erklärt der Rechtsanwalt. Damit waren die Mitarbeiter abgesichert. 

Gründe für die Insolvenz waren vor allem rückläufige Verkaufszahlen, sehr lange Standzeiten zwischen Zulassung und Veräußerungen und die Entscheidung für einen Händlervertriebsvertrag mit einem weiteren Automobilkonzern. „Dafür mussten neue Mitarbeiter eingestellt und ausgebildet werden, aber die Geschäftsführung und die neuen Arbeitnehmer waren mit den Anforderungen und Konditionen des neuen Vertriebspartners überfordert. Dies soll im Ergebnis zu Kalkulationsfehlern, Unzufriedenheit des Personals und hieraus bedingt zu einer hohen Personalfluktuation, Leistungseinbußen sowie steigenden Krankheitszahlen geführt haben. Dieser Kooperationsvertrag wurde bereits vor Insolvenzantragstellung aufgehoben.“ Zudem sei es zu Diebstählen und Unterschlagungen von Mitarbeitern gekommen.

Dirk Hammes ist froh, eine Investorenlösung gefunden zu haben. Auf diese Weise bleibe der Standort in Geldern für Verkauf und Service von Fahrzeugen der Marke erhalte, und ebenso konnten zwölf Arbeitsplätze und die vier Ausbildungsverhältnisse fortgeführt werde. „Durch die übertragende Sanierung erzielen wir ein bestmögliches Ergebnis für die Insolvenzgläubiger.“