Die insolvente D.E.S.A. GmbH aus Duisburg hat Ende September 2018 den Geschäftsbetrieb eingestellt. Bis zuletzt hatte der Duisburger Rechtsanwalt Mark Steh sich für die Möglichkeit einer übertragenden Sanierung eingesetzt. 

Trotz vielfältiger Bemühungen ist es nicht gelungen, die insolvente D.E.S.A. GmbH aus Duisburg zu erhalten. „Das Unternehmen, das vor allem in den Bereichen Schweinefleischzerlegung, Kommissionierung, Verwiegung und Verladung für eine große Auftraggeberin tätig war, war seit 2015 nicht mehr profitabel und hatte 2016 und 2017 erhebliche Verluste erwirtschaftet. Mitursächlich für die Insolvenz sind ein erheblicher Preisdruck in der Branche, der zu nicht auskömmlichen Konditionen geführt hat, sowie die Forderungsausfälle, die mit der Insolvenz eines Geschäftspartners einhergegangen sind“, erklärt der Duisburger Rechtsanwalt Mark Steh aus der Kanzlei hammes. Insolvenzverwalter GbR.

Er war vom Amtsgericht Duisburg zum Insolvenzverwalter der D.E.S.A. GmbH bestellt worden und hatte unmittelbar nach der Bestellung alle Möglichkeiten der Sanierung und Erhaltung geprüft und unverzüglich die Arbeitsentgelte der Mitarbeiter über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung abgesichert. Dadurch konnte Mark Steh sich des weiteren Engagement der Mitarbeiter versichern.

Obwohl Mark Steh gemeinsam mit der Geschäftsführung und den mehr als 70 Mitarbeiter für eine Fortführung gekämpft hatte, musste der Geschäftsbetrieb Ende September 2018 eingestellt werden. Aufgrund der bestehenden Sozialversicherungsrückstände und offensichtlicher Unstimmigkeiten mit dem Geschäftsführer der Schuldnerin hatte die einzige Auftraggeberin der Schuldnerin deutlich gemacht, dass eine langfristige Beauftragung nicht erfolgen wird. Da die Akquisition neuer Auftraggeber vor dem Hintergrund der Insolvenz ebenfalls nicht erfolgversprechend war, hatte der Rechtsanwalt mit dieser Auftraggeberin unverzüglich die Möglichkeit einer übertragenden Sanierung erörtert.

„Die Verhandlungen waren aber leider nicht erfolgreich, sodass eine Sanierung auf dem Wege des Verkaufs der Gesellschaft nicht möglich war. Drittmittel, aus denen im Rahmen eines Insolvenzplanes die Gläubiger befriedigt werden könnten, standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Ein profitabler Geschäftsbetrieb war nicht möglich, sondern hätte zu monatlich hohen fünfstelligen Verlusten geführt“, sagt Mark Steh. Er betont aber auch, dass die Gläubiger der D.E.S.A. GmbH mit einer Quote von rund 30 Prozent bei ihren Forderungen rechnen könnten.