In dem am 1. Juli 2020 in der Süddeutschen Zeitung erschienenen Artikel „Blick hinter den Schutzschirm“ (Autor: Dr. Michael Kläsgen) nimmt Dr. Dirk Hammes, Partner der hammes. Insolvenzverwalter GbR, ausführlich Stellung zur Insolvenz in Eigenverwaltung (Schutzschirmverfahren) und stellt die weitreichenden Risiken dieser Verfahrensart für Unternehmen und Gläubiger dar. Die Kernaussage von Dr. Dirk Hammes lautet: Mögliche strukturelle Nachteile und Risiken bestünden bei in Eigenverwaltung durchgeführten Schutzschirmverfahren darin, dass diejenigen, die die Insolvenz verursacht hätten, das Unternehmen unter den erschwerten Bedingungen einer Insolvenz sanieren sollen. „Fast immer ist das Management, der Vorstand oder Geschäftsführer, Ursache des Problems, nicht aber Teil der Lösung“, wird der Rechtsanwalt zitiert. Mangelnde Kontrolle, die Herrschaft der Sanierungsberater, Vorteile für Gesellschafter, Informationsasymmetrien und die „Plünderung der Insolvenzmasse“ identifiziert Dr. Dirk Hammes als Kernproblem des Schutzschirmverfahrens in Eigenverwaltung. Einmal mehr positioniert sich Dr. Dirk Hammes als kritischer Beobachter der Eigenverwaltung, wie er in verschiedenen Publikationen bereits dargestellt hat. Im Herbst 2019 ist seine vielbeachtete Dissertation Der Gläubigerausschuss in der Eigenverwaltung: Rechtsstellung und besondere Verantwortung, worin der Rechtsanwalt seine Kritik an der Eigenverwaltung wissenschaftlich belegt und vor allem Forderungen hinsichtlich der Rolle des Gläubigerausschusses aufstellt.