Der Duisburger Rechtsanwalt Mark Steh aus der hammes. Insolvenzverwalter GbR hat als Insolvenzverwalter der insolventen Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG aus Dinslaken den Gläubigern Bericht erstattet und herausgestellt, dass die Gläubiger nach aktueller Prognose eine Insolvenzquote von rund 58 Prozent erhalten werden. Nähere Informationen zum Verfahrensablauf können Verfahrensbeteiligte weiterhin über die Homepage https://inso.egrr.deerhalten.

Im Falle der insolventen Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG aus Dinslaken ist auf der Gläubigerversammlung die Arbeit von Rechtsanwalt Mark Steh aus der hammes. Insolvenzverwalter GbR bestätigt worden. Er war im Oktober 2019 vom Amtsgericht Duisburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden und hatte sich direkt nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens einen Überblick über die wirtschaftlichen Verhältnisse der Genossenschaft verschafft. So hatte er bereits Ende Januar in einem Gutachten herausgestellt, dass Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG zahlungsunfähig und überschuldet sei und keine Aussichten für eine Fortführung des Unternehmens bestünden. Aufgrund der fehlenden Liquidität stand der Zugang zu Energie- und Gasnetzen nicht mehr zur Verfügung. Daher konnte sie die Kunden leider nicht mehr mit Strom und Gas beliefern. Daraufhin war der Betrieb zum 8. November 2019 eingestellt worden. 

Nun hat Mark Steh im seit 31. Januar eröffneten Insolvenzverfahren den Gläubigern Bericht erstattet und konnte sehr gute Aussichten für die Insolvenzgläubiger vorstellen. „Die Gläubiger erhalten voraussichtlich eine Insolvenzquote von rund 58 Prozent, die wir insbesondere durch die Veräußerung der Immobilie, den weiteren Forderungseinzug sowie die Durchsetzung von Haftungs- und Anfechtungsansprüchen generieren wollen“, sagt Mark Steh, für den diese Aufgaben die Schwerpunkte der weiteren Verfahrensbearbeitung darstellen werden. Die Gläubigerversammlung hat einstimmig der Veräußerung der Immobilie zugestimmt und Mark Steh ermächtigt, sämtliche Schritte zur Durchsetzung der Regressforderungen zu ergreifen.

Rund 8500 Kunden sind von der Insolvenz des genossenschaftlichen Energieversorgers betroffen. Sie haben trotz der Insolvenz unterbrechungsfrei Strom- und Gaslieferungen erhalten. Dies erfolgt entweder im Rahmen der sogenannten Ersatzversorgung durch den hierfür zuständigen jeweiligen Anbieter oder aber, sobald sich der Kunde für einen neuen Anbieter entschieden hat, durch diesen. Kunden, die noch einen Zahlungsanspruch gegen die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG hatten, wurden nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens als Gläubiger zur Anmeldung von Forderungen angeschrieben. Die Endabrechnung der Versorgungsverträge sind weitgehend fertiggestellt. Lediglich einige wenige Abrechnungen stehen noch aus, wenn Informationen der entsprechenden Netzbetreiber fehlen oder offensichtlich unrichtig sind. Diese Abrechnungen werden schnellstmöglich nachgeholt. Zahlungen an die Insolvenzgläubiger werden voraussichtlich erst zum Verfahrensende hin erfolgen können. Nähere Informationen können Verfahrensbeteiligte über die Homepage https://inso.egrr.de erhalten.