Pressemitteilung an die Redaktionen (Duisburg, 31. Mai 2017)

Rund 130 Mitarbeiter sind von den Insolvenzen der Schwesterunternehmen KWE Ludwigshafen Stahl- und Industriebau GmbH (Duisburg) und Eickhoff Industrie-Anlagenbau und Montagen GmbH (Mülheim an der Ruhr) betroffen. Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Dirk Hammes (hammes. Insolvenzverwalter) arbeitet an einer Sanierung, um die Unternehmen und Arbeitsplätze zu erhalten.

Die Schwesterunternehmen KWE Ludwigshafen Stahl- und Industriebau GmbH aus Duisburg und Eickhoff Industrie-Anlagenbau und Montagen GmbH aus Mülheim sind insolvent. Das Amtsgericht Duisburg hat über die Vermögen der beiden Gesellschaften vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet und den Duisburger Rechtsanwalt und Dipl.-Betriebswirt Dirk Hammes, namensgebender Gründungspartner der vornehmlich in der Insolvenzverwaltung tätigen Kanzlei hammes., zum Insolvenzverwalter bestellt. „Beide Unternehmen werden vollumfänglich weitergeführt. Ebenso haben wir für die Mitarbeiter die Lohnfortzahlung über das Insolvenzgeld zunächst für den Monat April vorfinanziert und werden auch für Mai und Juni die Lohnzahlungen auf diese Weise sicherstellen“, sagt der für seinen Sanierungswillen bekannte Rechtsanwalt. Von den Insolvenzen sind insgesamt rund 130 Mitarbeiter betroffen.

Die KWE Ludwigshafen Stahl- und Industriebau ist im industriellen Anlagenbau tätig und bietet Dienstleistungen in der Instandhaltung solcher Anlagen an, unter anderem für die BASF SE. Eickhoff Industrie-Anlagenbau und Montagen konzentriert sich unter anderem auf die Planung, Konstruktion und Fertigung von Industrieanlagen, den Stahl-, Druckbehälter- und Rohrleitungsbau und Montagearbeiten in Industriebetrieben. Die beiden Unternehmen, die auch Betriebsstätten bei Kunden unterhalten, gehörten zur österreichischen Kresta Anlagenbau Gesellschaft, über deren Vermögen im Juli vergangenen Jahres ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist. „Ich stehe mit meinem Kollegen in enger Abstimmung, da die Verfahren miteinander verwoben sind. Ebenso arbeite ich mit dem Insolvenzverwalter eines weiteren Schwesterunternehmens in Wesseling bei Köln zusammen“, stellt Dirk Hammes die Komplexität der Verfahren heraus.

Der Rechtsanwalt arbeitet aktuell an einer Lösung, die beiden Unternehmen und damit so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. „Wir prüfen alle Optionen, sind aber guter Dinge, dass die KWE Ludwigshafen Stahl- und Industriebau GmbH und Eickhoff Industrie-Anlagenbau und Montagen GmbH eine Zukunft haben. Es bestehen bei beiden Unternehmen eine gute Auftragslage und langjährige Kundenbeziehungen. Zudem führen wir bereits Gespräche mit potenziellen Übernahmekandidaten. Wir gehen deshalb davon aus, dass eine sogenannte übertragende Sanierung beziehungsweise eine Sanierung im Insolvenzplanverfahren möglich sein wird. Dies ist bereits mit den Mitgliedern eines vorläufigen Gläubigerausschusses diskutiert worden.“

Dirk Hammes weist in dem Zusammenhang auch auf die gute Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Rechtsanwalt Manfred Schulte hin (Kanzlei Runkel Schneider Weber), der auf Seiten der insolventen Unternehmen tätig ist. Für die Investorensuche wurde die spezialisierte Unternehmensberatung Mentor AG aus Trier in den Verkaufsprozess eingebunden.

„Eine Sanierung zum Erhalt der Unternehmen ist immer unser vorrangiges Ziel. Und die Praxis zeigt, dass wir dieses Ziel in der Regel auch erreichen.“ Der Duisburger Rechtsanwalt, der regelmäßig zu den am meisten bestellten Verwalter in Deutschland gehört, verweist auf die hohe Sanierungsquote seiner Kanzlei; seit Anfang 2016 Jahr seien bereits rund zehn insolvente Unternehmen durch eine gezielte Sanierung wieder in eine stabile Zukunft entlassen worden. Zuletzt ist es Dirk Hammes und seinem Team beispielsweise gelungen, das traditionsreiche Autohaus Lackas (Duisburg, Wesel und Dinslaken) innerhalb kurzer Zeit erfolgreich zu sanieren und dadurch zu erhalten.



Pressekontakt

hammes.

Insolvenzverwalter GbR

Dirk Hammes

Dr.-Alfred-Herrhausen-Allee 15

47228 Duisburg

Telefon: 02065 89207-0

Mobil: 0177 7111965

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: www.rae-hammes.de

Über hammes.

hammes. mit Hauptsitz in Duisburg und vier weiteren Standorten in Nordrhein-Westfalen ist eine ausschließlich im Bereich der Insolvenzverwaltung tätige Kanzlei mit 65 hochqualifizierten und interdisziplinär arbeitenden Mitarbeitern. Geführt wird hammes. von Rechtsanwalt und Betriebswirt Dirk Hammes und Rechtsanwalt Mark Steh. Als eine der führenden Insolvenzverwalterkanzleien in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland versteht hammes. die Insolvenzverwaltung als zweite Chance für einen geordneten Neuanfang von Unternehmen und natürlichen Personen in der Krise. Schwerpunkt der Tätigkeit von hammes. ist die Fortführung und Sanierung des insolventen oder von der Insolvenz bedrohten Unternehmens mit dem Ziel, das sanierte Unternehmen mit allen dazugehörigen Assets und somit möglichst vielen Arbeitsplätzen langfristig zu erhalten und gleichzeitig dabei nach den Vorgaben der Insolvenzordnung Gläubigerinteressen bestmöglich zu befriedigen. Weitere Informationen: www.rae-hammes.de
Keine Eigenverwaltung ohne Berater? Diese Frage stellt und beantwortet Dirk Hammes, Rechtsanwalt, Diplom-Betriebswirt und namensgebender Gründungspartner der vorwiegend in der Insolvenzverwaltung tätigen Kanzlei hammes. mit Hauptsitz in Duisburg, in der „NZI – Neue Zeitschrift für Insolvenz- und Sanierungsrecht“ (Ausgabe 4-2017) – mit dem durchaus provokanten Untertitel „Zu Risiken und Nebenwirkungen einer scheinbaren Selbstverständlichkeit“.

Dirk Hammes, der von Beginn an zu den Kritikern der Eigenverwaltung gehört, stellt in seinem Aufsatz heraus, dass die mittlerweile völlig gängige Einbindung eines Beraters im Eigenverwaltungsverfahren nicht zwangsläufig zum Erfolg führt. Vielmehr zeige die Praxis, dass die Einbindung eines Sanierungsberaters „nicht nur in aller Regel zu einer deutlichen Verteuerung des Verfahrens [führt], sondern auch geradezu zwangsläufig zu einer vom Gericht oder von den Gläubigern nur noch schwer zu kontrollierenden Nebeninsolvenzverwaltung, deren Gefahrenpotential bisher erheblich unterschätzt wird“. Es sei immer wieder zu beobachten, dass der Berater in der Eigenverwaltung auf dem Fahrersitz Platz nehme und weder Schuldner oder Sachwalter noch Gläubigerausschuss oder Insolvenzgericht ihn daran hinderten, das Verfahren an sich zu ziehen und eigene Entscheidungen dauerhaft durchzusetzen.

Dabei stehe dies aber im Widerspruch zum ursprünglichen Willen des Gesetzgebers, führt der Rechtsanwalt aus, der regelmäßig als Sachwalter in Eigenverwaltungsverfahren bestellt wird. „Der Schuldner muss zur Führung der Eigenverwaltung geeignet sein, da er, abgesehen von den besonderen Befugnissen des Sachwalters, alle Aufgaben und Pflichten wahrzunehmen hat, die ansonsten der professionelle Insolvenzverwalter zu erfüllen hätte“, schreibt Dirk Hammes. Der eigenverwaltende Schuldner müsse daher ebenso wie ein Insolvenzverwalter geeignet und geschäftskundig sein. Diesem Maßstab würden solche Schuldner nicht gerecht, die ohne Rücksicht auf die Gläubigerinteressen (und die Kosten) die Eigenverwaltung von Beratern ‚erledigen’ lassen oder sich dabei von ihnen an die Hand nehmen lassen müssten. Dieser Sachverhalt sei aber ein generelles Problem in der Eigenverwaltung: „Der eigenverwaltende Schuldner oder seine organschaftlichen Vertreter sind in der Realität fast nie in der Lage, ohne professionellen externen Sachverstand die ihnen gesetzlich obliegenden Aufgaben der Eigenverwaltung sachgerecht zu bewältigen.“ Dabei regele § 270 (2) InsO dies genau: Die Anordnung zur Eigenverwaltung setzt voraus, „dass keine Umstände bekannt sind, die erwarten lassen, dass die Anordnung zu Nachteilen für die Gläubiger führen wird“.

Dabei führen sowohl durch die Einflussnahme des Sanierungsberaters als auch die entstehenden Kosten zu genau diesen Nachteilen. Der vom Schuldner eingesetzte Berater arbeitet nur selten nach dem Grundsatz der Insolvenzordnung, nämlich der bestmöglichen Gläubigerbefriedigung, und wird dadurch gleichzeitig zu einem Gläubiger-fernen faktischen Fremdverwalter – der zudem noch bisweilen sehr hohe Honorare aus dem von der Insolvenz bedrohten Unternehmen abschöpft. Dazu treten die Kosten des in der Eigenverwaltung unabdingbaren Gläubigerausschusses und die Gefahren des Scheiterns der Eigenverwaltung. Dann muss aus der bereits reduzierten Masse das Insolvenzverwalterhonorar bezahlt werden, und es steht auch weniger Geld für eine echte leistungswirtschaftliche Sanierung zur Verfügung.
Bericht über hammes. in der Rheinische Post (9. März 2017):

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/goch/taxi-tuennissen-schnell-eine-gute-loesung-gefunden-aid-1.6676291

 
Beitrag über hammes. in der WAZ (10. März 2017):

http://www.waz.de/staedte/kleve-und-umland/gute-und-tragfaehige-loesung-gefunden-id209887135.html
Beitrag über hammes. auf RWS (9. März 2017):

https://www.rws-verlag.de/aktuell/newsticker-kanzleien/hammesinsolvenzverwalter-taxi-tuennissen-schnell-eine-gute-und-tragfaehige-loesung-gefunden-52604/