Ein eingeschränkter Überblick über die eigene Buchhaltung und sehr hohe private Entnahmen haben zur Insolvenz eines Facharztes für Innere Medizin und Kardiologie geführt. Rechtsanwalt Mark Steh hat die Fortführung der Praxis gesichert.

Der Duisburger Rechtsanwalt Mark Steh aus der Kanzlei hammes. Insolvenzverwalter GbR hat durch Sanierungsmaßnahmen den Praxisbetrieb eines Facharztes für Innere Medizin und Kardiologie erhalten und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Mediziner die Restschuldbefreiung erhalten kann. Sie ermöglicht verschuldeten natürlichen Personen auf Antrag, nach einer Wohlverhaltensphase schuldenfrei zu werden, also die Möglichkeit, Schuldner nach einigen Jahren von Schulden befreien zu lassen, die von diesen nicht bezahlt werden können. 

„Der Facharzt führt eine erfolgreiche Praxis für Innere Medizin und Kardiologie, war aber durch hohe private Ausgaben und nicht zielführende Beratung in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Ebenso hat er nur einen sehr eingeschränkten Überblick über seine wirtschaftlichen Verhältnisse und sich sehr stark auf seine Berater verlassen“, erläutert Mark Steh.

Nach Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung hatte der Rechtsanwalt mit dem Schuldner und einer leitenden Mitarbeiterin der Praxis die Modalitäten der Betriebsfortführung ausführlich besprochen. Der Praxisbetrieb läuft komplikationslos weiter und soll auch langfristig fortgeführt werden. Gegenüber Lieferanten und Dienstleistern hat Mark Steh persönliche Deckungszusagen abgegeben, um eine Belieferung der Praxis sicherzustellen. Ebenso hat er die Zahlung der Arbeitsentgelte für die 13 Mitarbeiter über das Insolvenzgeld sichergestellt. 

Mark Steh sagt: „Eine Fortführung des Praxisbetriebes ist möglich und wird selbst unter Berücksichtigung von auskömmlichen Unterhaltszahlungen an den Insolvenzschuldner und seine Familie zu einem erheblichen Überschuss für die Insolvenzmasse führen. Daher sind wir guter Dinge, für die Gläubiger, die Mitarbeiter und die Patienten zu einer langfristig tragfähigen Lösung zu gelangen.

Die insolvente D.E.S.A. GmbH aus Duisburg hat Ende September 2018 den Geschäftsbetrieb eingestellt. Bis zuletzt hatte der Duisburger Rechtsanwalt Mark Steh sich für die Möglichkeit einer übertragenden Sanierung eingesetzt. 

Trotz vielfältiger Bemühungen ist es nicht gelungen, die insolvente D.E.S.A. GmbH aus Duisburg zu erhalten. „Das Unternehmen, das vor allem in den Bereichen Schweinefleischzerlegung, Kommissionierung, Verwiegung und Verladung für eine große Auftraggeberin tätig war, war seit 2015 nicht mehr profitabel und hatte 2016 und 2017 erhebliche Verluste erwirtschaftet. Mitursächlich für die Insolvenz sind ein erheblicher Preisdruck in der Branche, der zu nicht auskömmlichen Konditionen geführt hat, sowie die Forderungsausfälle, die mit der Insolvenz eines Geschäftspartners einhergegangen sind“, erklärt der Duisburger Rechtsanwalt Mark Steh aus der Kanzlei hammes. Insolvenzverwalter GbR.

Er war vom Amtsgericht Duisburg zum Insolvenzverwalter der D.E.S.A. GmbH bestellt worden und hatte unmittelbar nach der Bestellung alle Möglichkeiten der Sanierung und Erhaltung geprüft und unverzüglich die Arbeitsentgelte der Mitarbeiter über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung abgesichert. Dadurch konnte Mark Steh sich des weiteren Engagement der Mitarbeiter versichern.

Obwohl Mark Steh gemeinsam mit der Geschäftsführung und den mehr als 70 Mitarbeiter für eine Fortführung gekämpft hatte, musste der Geschäftsbetrieb Ende September 2018 eingestellt werden. Aufgrund der bestehenden Sozialversicherungsrückstände und offensichtlicher Unstimmigkeiten mit dem Geschäftsführer der Schuldnerin hatte die einzige Auftraggeberin der Schuldnerin deutlich gemacht, dass eine langfristige Beauftragung nicht erfolgen wird. Da die Akquisition neuer Auftraggeber vor dem Hintergrund der Insolvenz ebenfalls nicht erfolgversprechend war, hatte der Rechtsanwalt mit dieser Auftraggeberin unverzüglich die Möglichkeit einer übertragenden Sanierung erörtert.

„Die Verhandlungen waren aber leider nicht erfolgreich, sodass eine Sanierung auf dem Wege des Verkaufs der Gesellschaft nicht möglich war. Drittmittel, aus denen im Rahmen eines Insolvenzplanes die Gläubiger befriedigt werden könnten, standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Ein profitabler Geschäftsbetrieb war nicht möglich, sondern hätte zu monatlich hohen fünfstelligen Verlusten geführt“, sagt Mark Steh. Er betont aber auch, dass die Gläubiger der D.E.S.A. GmbH mit einer Quote von rund 30 Prozent bei ihren Forderungen rechnen könnten.

Der Duisburger Rechtsanwalt Mark Steh sieht keine Fortführungsperspektive für die insolvente Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG. Alle Kunden werden zunächst über die Ersatzversorgung mit Strom und Gas beliefert.

Die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG hat am 31. Oktober 2019 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Duisburg hat Rechtsanwalt Mark Steh aus der Kanzlei hammes. Insolvenzverwalter GbR aus Duisburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken beliefert als Energieversorger die Kunden mit Strom und Gas und führt Energieberatungen durch.

Mark Steh hat sich direkt nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens einen Überblick über die wirtschaftlichen Verhältnissen der Genossenschaft, musste aber zu einem negativen Ergebnis kommen: „Die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG kann ihren operativen Geschäftsbetrieb leider nicht fortführen, da aufgrund der fehlenden Liquidität der Zugang zu Energie- und Gasnetzen nicht mehr zur Verfügung steht. Daher kann sie die Kunden künftig leider nicht mehr mit Strom und Gas beliefern. Jeder Kunde wird jedoch unterbrechungsfrei Strom- und Gaslieferungen erhalten. Dies erfolgt entweder im Rahmen der sogenannten Ersatzversorgung durch den hierfür zuständigen jeweiligen Anbieter oder aber, sobald sich der Kunde für einen neuen Anbieter entschieden hat, durch diesen.“ Rund 8500 Kunden sind von der Insolvenz des genossenschaftlichen Energieversorgers betroffen.

„Alle Beteiligten haben bis zuletzt alles versucht, um die Fortführung zu ermöglichen. Dies war aufgrund der wirtschaftlichen Situation aber leider nicht möglich. Natürlich wird die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG die mit den Kunden geschlossenen Verträge ordnungsgemäß abrechnen. Dies kann jedoch mehrere Wochen in Anspruch nehmen“, führt Mark Steh aus. Sofern Kunden noch einen Zahlungsanspruch gegen die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG hätten, müssten sie zu diesem Zeitpunkt noch nichts tun. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens würden sie als Gläubiger zur Anmeldung von Forderungen angeschrieben. Nähere Informationen können Verfahrensbeteiligte über die Homepage https://inso.egrr.de erhalten.

Die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG wurde 2007 gegründet und beschäftigt zwölf Mitarbeiter. Deren Gehälter sind zunächst über das Insolvenzgeld gesichert.

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Rechtsanwalt Mark Steh ist Partner der vornehmlich in der Insolvenzverwaltung tätigen Duisburger Kanzlei hammes. Insolvenzverwalter GbR.

Über hammes. Insolvenzverwalter GbR
hammes. Insolvenzverwalter GbR mit Hauptsitz in Duisburg und vier weiteren Standorten in Nordrhein-Westfalen ist eine vornehmlich im Bereich der Insolvenzverwaltung tätige Kanzlei mit 50 hochqualifizierten und interdisziplinär arbeitenden Mitarbeitern. Geführt wird die hammes. Insolvenzverwalter GbR von Rechtsanwalt und Diplom Betriebswirt (BA) Dr. Dirk Hammes und Rechtsanwalt Mark Steh. Als eine der führenden Insolvenzverwalterkanzleien in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland versteht hammes. die Insolvenzverwaltung als zweite Chance für einen geordneten Neuanfang von Unternehmen und natürlichen Personen in der Krise. Schwerpunkt der Tätigkeit von hammes. ist die Fortführung und Sanierung des insolventen oder von der Insolvenz bedrohten Unternehmens mit dem Ziel, das sanierte Unternehmen mit allen dazugehörigen Assets und somit möglichst vielen Arbeitsplätzen langfristig zu erhalten. Eine besondere Expertise besitzt hammes. bei Kriminalinsolvenzen. Der Aufdeckung von Vermögensverschiebungen und Bilanzmanipulationen folgt ein konsequentes Vorgehen gegen die Schädiger. Weitere Informationen: www.rae-hammes.de

"Eigenverwaltung entmystifizieren": Unter dieser Überschrift steht das Interview, das Rechtsanwalt und und Dipl.-Betriebswirt Dr. Dirk Hammes, namensgebenden Gründungspartner der hammes. Insolvenzverwalter GbR, dem Chefredakteur des INDat Reports, Peter Reuter, gegeben hat. Dr. Dirk Hammes stellt darin heraus, warum er gegenüber der Eigenverwaltung so kritisch eingestellt ist, wie ein selbstbewusster Gläubigerausschuss am besten zu bilden ist und was er vom Gesetzgeber für die ESUG-Nachjustierung fordert.

Das vollständige Interview aus dem INDat Report (Ausgabe 09_2019) können Sie hier lesen und als PDF herunterladen!

 

Der Duisburger Rechtsanwalt Dr. Dirk Hammes führt den Betrieb der insolventen Babcock Production Solutions AG aus Oberhausen zunächst fort.

Der Duisburger Rechtsanwalt Dr. Dirk Hammes (hammes. Insolvenzverwalter GbR) ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Maschinen- und Anlagenbauers Babcock Production Solutions AG aus Oberhausen bestellt worden. Gleich nach Bestellung durch das Amtsgericht Duisburg hat Dr. Dirk Hammes sich einen Eindruck über den Zustand der Gesellschaft verschafft, die Zustimmung zur Betriebsfortführung erteilt und die Umsetzung aller hierfür notwendigen Maßnahmen eingeleitet.

„Ebenso haben wir für die Mitarbeiter die Vorfinanzierung der Arbeitsentgelte sichergestellt. Die Ansprüche der Arbeitnehmer sind bis Ende Dezember 2019 gesichert. Von der Insolvenz sind 82 Arbeitnehmer und ein Auszubildender betroffen.“ Dr. Dirk Hammes betont, dass er eng und konstruktiv mit dem Vorstand der Babcock Production Solutions AG zusammenarbeite. Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall seien unmittelbar nach Anordnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens über die weiteren Schritte informiert worden.

Die Babcock Production Solutions AG bietet Lösungen im Maschinenbau, Apparatebau und Stahlbau. Dank erfahrener Mitarbeiter, moderner technischer Ausstattung und lösungsorientierter Konzepte können Konstruktionen bis 50 Tonnen Stückgewicht in den eigenen Fertigungshallen bearbeitet werden. Diese Bedingungen machen die Gesellschaft zum gefragten Lohn-/Komponentenfertiger und Zulieferer für viele Kunden. Die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001, DIN EN 1090-2, DIN EN ISO 3834, AD 2000 HPE und weitere bestätigen die hohen Qualitätsmaßstäbe in allen Verarbeitungs- und Fertigungsbereichen.

Die Ursachen für die Insolvenz sind laut Dr. Dirk Hammes ein nicht ausreichendes Working Capital, die fehlende weitere Finanzierungsbereitschaft des Gesellschafters sowie eine anhaltende Verlustsituation. „Der Verkauf aus dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Babcock Fertigungszentrum GmbH an das Investorenkonsortium und die anschließend eingeleiteten Maßnahmen zur Sanierung des Unternehmens haben nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Wir werden jetzt alle Möglichkeiten für die Babcock Production Solutions AG prüfen“, stellt der Rechtsanwalt heraus.

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